Marburger Konzentrationstraining

Marburger Konzentrationstraining (MKT)

Die erste Fassung des Marburger Konzentrationstrainings für Schulkinder wurde 1994 veröffentlicht. Mittlerweile gibt es auch ein Marburger Konzentrationstraining für Vorschulkinder, ebenso für Jugendliche.

Dr. Krowatschek ist Dipl.-Psychologe und Leiter des Schulpsychologischen Dienstes in Marburg. Er konzipierte das MKT als Gruppentraining für Kinder mit Aufmerksamkeitsstörungen. Dieter Krowatschek hat mehrere Trainings für verhaltensauffällige und unkonzentrierte Kinder entwickelt. Seine Materialien eignen sich für den Einsatz im Kindergarten, in der Vorschule, in der Schule aber auch in jeder Form von Therapie. Alle seine Vorschläge wurden mit Kindern im Schulalltag erprobt und immer wieder verbessert.


Die Methode: 

Der wichtigste Bestandteil des MKT ist das Selbstinstruktionstraining, das der kognitiven Verhaltenstherapie entstammt. Hierbei lernen die Kinder, wie sie ihre Aufmerksamkeit steuern können. Eine besondere Eigenschaft des MKT ist der ganzheitliche Ansatz, durch den das Training nicht nur für Kinder mit ADS/ADHS hilfreich ist, sondern eigentlich jedem Kind ein Nutzen bringt. Die Eltern sollen in den Trainingsprozess mit eingebunden werden. Begleitend finden Elternabende statt, indem sich die Eltern auch untereinander austauschen können (ausgenommen Training Jugendliche). 


Struktur einer Sitzung:

Die Trainingsstunden sind immer gleich aufgebaut, so dass sich die Kinder auf eine gleichbleibende Struktur einstellen können.

Ziele des MKT: 

(Quelle: Dieter Krowatschek/ Sybille Albrecht/ Gita Krowatschek – Marburger Konzentrationstraining (MKT)

Wissenschaftliche Studie:

Seit 1990 wird das Training wissenschaftlich untersucht und die Ergebnisse evaluiert. 
1996 konnte Gitta Krowatschek an 24 Kindern folgende Veränderungen der Gesamtauffälligkeiten nachweisen: Bei 77% der Kinder kam es zu einer Reduzierung der Gesamtauffälligkeiten, bei 83% zu einer Stabilisierung des Leistungsverhaltens und bei 66 % zu einer Abnahme der emotionalen Labilität.
Die Effektstudie, 2002 von Holger Domsch an 48 Kindern durchgeführt, ergab eine hohe Zufriedenheit mit dem Training. Vor allem die Abnahme des elterlichen Stresserlebens, Verringerung  der Symptomatik der ADHS und Verbesserungen in anderen sozialen Bereichen  wurden hervorgehoben.

(Quelle:  Britta Winter/ Bettina Arasin - Ergotherapie bei Kindern mit ADHS)